Die beiden Chemitzer Tefla & Jaleel waren lange Zeit die Galionsfiguren der ostdeutschen Rapszene und haben vielen Rappern aus den neuen Bundesländern den Weg in den Westen geebenet. Allein durch ihr Engagement, das Splash ins Leben zu rufen, aber auch indem sie Leute wie Joe Rilla und dessen damalige Crew Analphabeten aktiv unterstützten. Im Jahr 2005 erschien ihr vorerst letztes Album “Nichts ist umsonst”, das als das Ende ihrer Trilogie, also ihrer drei Alben, konzipiert war. Es ist nach dem kommerziell ausgerichteten “Direkt neben Dir” vor allem inhaltlich eine Rückbesinnung auf alte Werte und alte Zeiten (“Interview”). Weiterlesen.
Ich denke, dass dieses Video vom Splash 2001 sich ganz gut an den von Jonathan geposteten Beitrag “War es das, Aggro Berlin?” anschließt, denn Sido und Co. dürften sich inzwischen auch manchmal fragen: “Wo ist die Crowd, die damals so gejubelt hat?”
Ich bin bei weitem keiner, der die Backpacker-Fraktion nach dem Motto ‘keep it real’ verbissen in Deutschrap-Diskussionen vertritt, nur wer schafft es heutzutage eigentlich noch so viele Arme in die Luft gehen zu lassen?
Der Hamburger Produzent Sleepwalker bat 2001 zum Vorsprechtermin und wurde dabei von namhaften Künstlern wie Samy Deluxe, Eins Zwo, Nico Suave, Mr.Schnabel und Deichkind unterstützt. Auf der ersten und einzigen Single-Auskopplung des Albums mit dem gleichnamigen Titel “Vorsprechtermin” gaben sich Nico Suave, Jan Delay aka Eißfeldt, Deichkind, die Moqui Marbles, Toni und Felix XL die Ehre. Trotz der vielen, unterschiedlichen Rappern ist der Track mit seiner Dancehall-angehauchten Hook sowohl zum chillen als auch zum Party machen bestens geeignet.
Viel Spaß mit den “First-Take-Fetischisten”!
Wem das Video nicht gefällt, kann sich vielleicht mit diesen jungen Herren anfreunden: